Ich manifestiere (erschaffe)

Die Medizin und die Magie des Schöpfens

 


Visionssuche in der Wildnis von Zion während der großen Planetenausrichtung

Dieser Artikel handelt davon wie du deine tiefsten Wünsche realisierst. Der Ursprung dieser Lektion war meine jüngste neuntägige Visionssuche in der Wildnis der Canyons des Zion Nationalparks unter dem Sternbild des Stiers während der großen Planetenausrichtung. Ihr könnt es als eine Abenteuergeschichte sehen. Aber auch dann ist es meine Hoffnung, dass es Medizin und Wunder für euer eigenes Schöpfertum beinhaltet.

Also kommt mit mir – drei Tage Visionssuche und Flüssigkeitsfasten. Innerhalb des Medizinrades, beschattet von einem knorrigen Pappelbaum, gehe ich meditierend durch ein Labyrinth, welches ich in den roten Canyonsand südlich des Zyonparks geritzt haben. Ich höre das Gurgeln eines kleinen Baches der in der Nähe vorbeifließt, ich bin hungrig, trinke 4 Liter Wasser täglich, bin nackt und schlage nach den Fliegen. Meine Konzentration ist schlecht. Mir kommen die Erinnerungen an jeden verkorksten Aspekt meines Lebens. Ich bin unwissentlich in den vierten Akt des zwölfteiligen Programmes – eine furchtlose moralische Inventur - gestolpert. Mit der Ausnahme, dass ich diese moralische Inventur nicht selbst „unternehme“. Mehr schon „unternimmt“ sie mich: sie sieht mir ins Gesicht. Und ich fühle mich nicht „furchtlos“. Ich fühle mich ängstlich all den Situationen, in denen ich das Leben betrogen habe, zu begegnen. Auf diese Weise beginnt die Heilung.

Dem Geist zuhören

Mehrere Monate vor diesem Ereignis, hatte ich in meinem Inneren auf den Geist (oder mein höheres Selbst, oder meine Eingebung, oder wie immer sie es nennen möchten) gehorcht, der mich unbarmherzig gedrängt hatte, mich aus meiner Routine zurückzuziehen, und mich seiner Medizin zu unterwerfen. Doch, als ich diese neuntägige Visionssuche ursprünglich für Ende April und Anfang Mai 2000 plante, hatte ich keine (bewußte) Vorstellung von dem gewaltigem Zusammentreffen der Osterwoche (die christliche Einweihung), dem wild gewordenen Uranus (der Drang zur Veränderung), und der großen Ausrichtung im Sternbild des Stieres (der Ruf zu einem höheren Weg). Diese kraftvollen planetarischen Energien mögen diese Visionssuche zu der außerordentlichsten – und lebensveränderndsten – aller Visionssuchen, welche ich in über 30 Jahren durchführte, gemacht haben. Es war wirklich starke Medizin.

Medizin ist das richtige Wort, denn in der Tradition der amerikanischen Eingeborenen bedeutet Medizin das, was man nehmen muß, um geheilt zu werden und auch das, was einem zu den magischen Kräften führt. Ich habe beides bei dieser Visionssuche erhalten, und ich nehme an, dass sie das auch würden – entschlössen sie sich, sich diesem ältesten aller Bräuche zur Wieder-Verbindung mit dem Geist zu unterziehen.

Ich hatte diese Visionssuche ohne wirklich eine bestimmte Zielsetzung zu haben, geplant. Über die Jahre hinweg habe ich gelernt den Stupsern des Geistes zu folgen, wann ich eine Visionssuche unternehmen sollte. Es scheint fast so, als ob der Geist wüßte, dass die Visionssuche die beste Möglichkeit darstellt, mit mir zu sprechen – in Wirklichkeit der einzige Weg, wenn man meinen „engen Zeitplan“ in meinem „täglichen“ Leben in Betracht zieht.

Während einer Visionssuche findet der Geist eine offene Tür, um uns jene Aspekte von uns selbst zu zeigen, die der Verwirklichung unserer Mission im Wege stehen, und wo er uns paradigmenverändernde Inspirationen über unser Leben vermitteln kann. Eine der grundlegendsten Kräfte einer Visionssuche liegen darin, dass sie auf Inspiration basiert. Das bedeutet, dass alles was du erlebst ganz natürlich aus deinem Inneren entsteht, als eine reine Inspiration des Geistes. Kein anderer Lehrer ist erforderlich.

Und natürlicherweise, wie auf ein Stichwort, wurde mir meine spezielle Bestimmung genau vor der geplanten Visionssuche präsentiert. Ich erhielt zwei magenumdrehende Zurückweisungen – eine von einer Konferenz bei der ich eine Präsentation machen sollte, und die andere von einen 10.000 $ Wettbewerb, den ich sicher gewonnen hätte. Diese Zurückweisungen brachen meine alte Wunde „Ich kann nicht haben, was ich will“ wieder auf. Meine persönliche Variation dieses einschränkenden Glaubens lautete „ich bin nicht auserwählt.“ Als ich in Zion ankam, belastete der Schlager der Rolling Stones „I can’t get no satisfaction“ mein Herz. Ich bin sicher sie haben das auch schon erlebt.

Ich erhielt mehr als ich vereinbart hatte: Die Medizin des Erschaffens

Ich versicherte mir selbst, dass ich einfach in die Wildnis des Zion gehen, ein wenig kosmische Chirurgie an diesen einschränkenden Glaubensvorstellungen tun, und erneuert und erfrischt zurückkommen würde. Unbekümmert erwartete ich, dass ich diese unangenehmen Glaubensvorstellungen mit allen meinen glaubenstötenden geistigen Werkzeugen bekämpfen würde – die Schöpfungsbehandlungsprozedur (Avatar), die Rückversetzung in die Vergangenheit (Sanaya Roman), die Affirmation „Vergebung bringt mir alles was ich will“ (ACIM), positive Schwingungen (Abraham Hicks), und schamanische, Körper- und Klangarbeit. Ta-da!

Was ich nicht beachtet hatte, war das Kleingedruckte am Ende des Vertrages. Dort stand in etwa folgendes: um diese einschränkenden Glaubensvorstellungen zu überwinden, musst du das Körnchen Wahrheit in ihnen finden, du musst anerkennen, dass sie deine eigene Schöpfung sind, und du musst aus ihnen lernen. Andernfalls werden sie dankbar zu dir zurückkehren, um dir aufs neue zu „Diensten“ zu sein.

So kommen sie wieder mit mir zurück – zu den ersten drei Tagen der Visionssuche. Ich gehe meditierend durch das Medizinrad, beschattet durch den knorrigen Pappelbaum. Ich bin hungrig, und vor mir erscheinen alle verkorksten Situationen meines Lebens. Zu meinem Entsetzen wird mir die folgende „Medizin“ zum schlucken gegeben: Ich hatte mich langsam von meinem Leben entfernt, aufgehört mein Bestes für meine Kariere zu geben, meine Geliebten dadurch betrogen, dass ich nicht meinen fairen Anteil der Ausgaben beisteuerte, den Mut verloren Risiken einzugehen, meine Träume aufgegeben (weil es zu schmerzhaft war sie zu verfolgen und nicht zu erreichen), und aufgehört irgend etwas von Bedeutung zu erschaffen. Ich war in einer geistigen Sackgasse. Auf all diese Arten war ich aus dem Gleichgewicht.

Was mir auch gezeigt wurde, war eine sehr wesentliche Erkenntnis. Ich verstand tiefgreifend, warum „Ich kann nicht bekommen was ich will“. Der Kosmos war nicht grausam zu mir; er war ausßerordentlich fair. Meine Schöpferkraft war mir abhanden gekommen, als ich aufgehört hatte mein Bestes zu geben. Ich hatte nicht länger das Leben unterstützt.

Am fünften Tag war ich immer noch gezwungen mit meinen Dämonen zu tanzen. Ich sage mir immer wieder, dass Odysseus viele Prüfungen während seiner Rückreise nach Hause zu bestehen hatte. Ich stand meinen inneren Hexen, Zyklopen und Sirenen gegenüber. Ich verwendete das Bild des Buddha – wie er heiter dasitzt – als der Versucher Mara ihn überwinden wollte; nur ich fühlte mich nicht sehr heiter. Aber ich war entschlossen nicht angesichts der Selbstabscheu und des Selbsthasses zusammenzubrechen. Das war besonders schwierig als ich erkannte, dass ich mich selbst, angesichts meines jüngsten Mangels an Beständigkeit nicht achten konnte. Mein Mangel an Selbstachtung war der Schlag der mich in die Knie zwang.

Es ist jetzt der sechste Tag und ich betete, dass diese moralische Inventur vorbei sein möge. Ich bin durch das Schlimmste hindurch – oder? Aber, warte noch, es gibt noch einen weiteren Gesichtspunkt. Plötzlich werden mir alle meine Ängste, die ich versteckt, verkleidet und verleugnet hatte, geoffenbart. Bis zu diesem Augenblick der Offenbarung hatte ich aufrichtig geglaubt, dass ich angstfrei wäre. Ich hatte mich egoistischerweise stolz als angstlos bezeichnet. Aber hier erschienen meine versteckten Ängste, eine weitere Welle der Medizin, die wie die Ernüchterung in Wellen kommt. Ich mußte mich der Tatsache stellen, dass ich Angst hatte mit meiner Geliebten klar zu kommen, ich Angst hatte ein Risiko einzugehen, Angst hatte meinen Beitrag zu leisten.

Das war fast zu viel für mich. Zu diesem Zeitpunkt war ich zu erschöpft, um weiter mit meinen Dämonen zu ringen. Ich wollte weg. Die Einweihung war zu intensiv. Ich kann das nicht mehr aushalten. Verzweifelt wie ich war, war ich entschlossen meine Medizin zu nehmen. Ich betete sehr viel. Ich war entschlossen genug zuzugeben, dass der Mangel an Beständigkeit und die Angst, dass ich das selbst war – das war mein Leben. Ich war nicht stolz darauf. Ich achtete mich nicht dafür, aber es war (persönlich und vertraulich gesprochen) – ich. Das war meine Schöpfung.

Das war die Medizin, in ihrer Verkleidung als „es ist notwendig diese Medizin zu nehmen, um meine heilige Wunde zu heilen“.

Der Durchbruch: Das Wunder des Erschaffens.

Und durch diese unterstützende Verpflichtung Verantwortung für meinen persönlichen Schatten des Betruges am Leben und für die Ängste zu übernehmen, konnte das Übersinnliche endlich zu mir durchdringen.

Und was durchbrach waren Inspirationen und Schlußfolgerungen, die mich weit über die persönliche Krise, der ich mich gegenüber gesehen hatte, hinaustrugen. Es wurden mir Wege gezeigt, wie ich einen höheren Weg einschlagen konnte (mit meinem Leben als Energie arbeiten), Wiedergutmachung zu leisten (mit meiner Geliebten ins Reine zu kommen), vollständig neue, kraftvolle Wege mit meinem inneren Widerstand zu arbeiten (das „Geschenk“ der Widerstände), Risiken einzugehen (komplette Workshops zu veranstalten), Geschenke zu machen (meine psychoterapeutische Praxis wieder aufzunehmen).

Es wurde mir gezeigt, wie ich aus meinem selbstgeschaffenen Gefängnis ausbrechen konnte. Das Tor öffnete sich weit vor mir, und mein Teil in dieser wunderbaren Mit-Schöpfung bestand darin, hindurchzugehen, Schritt für Schritt. Und das waren die magischen Kräfte, die mit der Medizin kommen. Nachdem ich die heilige Medizin zur Heilung meiner Wunden genommen hatte, konnte diese Medizin jetzt in der Verkleidung magischer Kräfte wirksam werden.

Ich habe mich genügend Visionssuchen unterzogen, um zu wissen, dass der Schlüssel, in der nachfolgenden Integration in die Arbeit zu Hause, liegt. Es ist mir niemals passiert, dass ich mehr erhalten hätte als ich während der Visionssuche verhandelt hatte, und ich habe immer die Erfahrung der harten Arbeit gemacht, wenn ich versucht habe, den höheren Weg zu Hause umzusetzen, der mir gezeigt wurde.

So, dieses Mal wollte ich auf diese Integrationsarbeit vorbereitet sein. Während dieser neun Tage zeichnete ich alle Wege auf, die mir der Geist zeigte, um diese Einweihung umzusetzen. Ich hatte sogar einen ganzen Abschnitt meines Magazines mit dem Titel „Umsetzung zu Hause“ bei mir. Ich begann das, als das Gewebe der Welt zu betrachten (die alternative Realität, welche ich während der Visionssuche erlebte, und die mehr alltägliche Realität meines normalen Lebens). Ein Beispiel dieser Umsetzung: unmittelbar nach meiner Rückkehr nach Hause machten meine Geliebte und ich zusammen eine kurze drei Tage dauernde Wochenendreise, bei der ich in der Lage war, ihr zwanglos alles zu erzählen (und für mich selbst aufzufrischen), was ich in meinen Aufzeichnungen aufgeschrieben hatte. Diese gemeinsame Zeit erlaubte es uns auch, unsere Visionen aufeinander abzustimmen, uns durch jene Gefühle hindurchzuarbeiten, welche hochkamen und gemeinsam wieder eine Zukunft zu sehen. Ein anderes Beispiel dieser Aufarbeitung: Dies niederzuschreiben und  ihnen mitzuteilen (und es für mich selbst zu vertiefen).

Zusammenfassung

Hier finden sie in komprimierter Form einige der Erkenntnisse die ich über die Manifestierung (Erschaffung), über Medizin und Wunder erhalten habe:

  • Der Geist wird dich drängen dich zurückzuziehen oder eine Visionssuche zu unternehmen. Wenn er das tut, beachte diesen Vorschlag. Plane eine solche Einweihung zu einer astrologisch bedeutsamen Zeit (um zusätzliche Kraft zu erhalten (wie im Himmel, so auf Erden).
  •  Nimm dir ein bestimmtes Ziel für die Visionssuche vor, sei aber vorbereitet tiefer vorzudringen als du dir überhaupt vorstellen kannst.
  • Die geistige Welt wird es schaffen dir genau jene Medizin zu verabreichen, die deine heiligen Wunden benötigen.
  • Sei gewillt den Tatsachen ins Gesicht zu blicken, nimm die Medizin, übernimm Verantwortung für dich.
  • Öffne dich, um neue Wege kennenzulernen, dein Leben und dessen Zweck zu er-neuern.
  • Sei dir bewußt, dass du starke Inspirationen erhalten wirst, um das zu manifestieren was du wirklich willst.
  • Zeichne alles auf und sei entschlossen die Integrationsarbeit zu leisten, um dieses Licht im Leben zu verankern.
  • Beginne den ganzen Prozess als Mitschöpfer und suche die Vereinigung des persönlichen mit dem überpersönlichen.
  • Du wirst jene Medizin erhalten, die du zur Heilung benötigst, und die Magie, um dich in die Lage zu versetzen auf einer völlig neuen Ebene deine Realität zu erschaffen.
  • Der gesamte Vorgang wird sich natürlich aus dir heraus entwickeln als eine reine Manifestierung deines besten Lehrers, des Geistes .
  • Ich sage, die Visionssuche ist zweifellos der außerordentlichste Weg den ich kenne, dich deinen heiligen Wunden zu stellen, deine geheiligte Medizin zu erhalten und deine Kraft zum Manifestieren zu finden.
  • Ich sage auch, die Visionssuche ist zweifellos der außerordentlichste Weg den ich kenne, um ein neues Leben aus den Tiefen deines Herzenz zu gebären.
  • Deine Sehnsucht etwas zu verwirklichen ist in sich der wichtigste Anstoß des Kosmos immer nach mehr Leben zu suchen, seit 15 Millionen Jahren und heute immer noch.

Wenn Sie an einer solchen Visionssuche interessiert sind, dann besuchen Sie die unten angeführte Webseite. Englische Sprachkenntnisse sind in diesem Fall Voraussetzung.


Frederic Wiedemann ist seit vielen Jahren auf dem Weg als Künstler, Psychologe, Dichter, und Author des Buches Between Two Worlds: the Riddle of Wholeness.

Er ist Mitbegründer der Unifying Fields Stiftung in Sandpoint, Idaho. Dieses Non-Profit Ausbildungszentrum bietet einen Ort um in allen Dingen das unbedingt positive zu finden. Die Webseite der Stiftung ist www.unifying.com/ und Frederic freut sich über ihre Meinung unter der E-Mail-Adresse Frederic@unifying.com .